Auf einen Saft mit unserem Qualitätsmanagement

09.07.17 - von Janina

 

Leif aus dem Qualitätsmanagement

Auf einen Saft mit Leif, dem Qualitätsmanager von Kale&Me. Leif ist gelernter Konditor, mit anschließendem Bachelor in Ökotrophologie. Seit März 2017 bereichert er das Kale&Me Team mit seinem Wesen und Wissen und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung des Unternehmens bei.

 

Leif, was genau macht ein Qualitätsmanager?

Das lässt sich relativ einfach sagen: Qualitätsmanager sorgen dafür, dass die Qualität stimmt. Sie sind in alle Schritte der Wertschöpfungskette eines Produktes involviert. Der Satz „from stable to table“ fasst das recht gut zusammen: wir überprüfen vom Rohstoff, über die Herstellung und das Abpacken bis zum Endkunden den gesamten Prozess. Damit kann sichergestellt werden, dass sämtliche Lücken, die zu einem nicht sicheren Produkt führen könnten, entdeckt und behoben werden. Nur so kann dem Endkunden ein durch und durch sicheres und qualitatives Produkt angeboten werden. 

Wie sieht dein Tagesablauf bei Kale&Me aus?

Das ist immer unterschiedlich und kommt darauf an, ob ich im Büro, im Lager oder in der Produktion arbeite. Ich bin an den Produktionstagen immer vor Ort und habe dort meine festen Aufgaben. Zum einen kontrolliere ich die angelieferten Rohwaren auf ihre Reinheit und Qualität. Sofern es zum Beispiel Mängel gäbe, würde ich die direkt bei unserem Lieferanten melden. Zum anderen prüfe ich die Füllmengen der fertig abgefüllten Flaschen, damit unsere Kunden auch wirklich die Mengen erhalten, die auf dem Etikett angegeben sind. Außerdem gehört die Überprüfung der Säfte nach der Herstellung zu meinen Aufgaben: Ich schaue, ob der pH-Wert stimmt, der Säuregehalt unseren Vorgaben entspricht und teste selbstverständlich im Rahmen einer sensorischen Verkostung die Endprodukte. 

Qualitätsmanagement Kale&Me

Was wird bei sensorischen Verkostungen gemacht?

Grundsätzlich werden bei einer sensorischen Verkostung Produkte probiert. Bei uns geschieht das zum Beispiel nach jeder Produktion, um das Aussehen, den Geruch und Geschmack und die Konsistenz zu beurteilen. Verkostungen spielen aber auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Saftrezepturen. Unser Team dient dann als internes Sensorik-Panel und muss sämtliche Eigenschaften der Säfte anhand eines Fragebogens bewerten. Im Anschluss werden die Antworten statistisch ausgewertet und die Ergebnisse zeigen auf, ob der Saft zum Beispiel noch zu sauer ist und verbessert werden muss.

Welche Qualitätsaspekte sind bei den Säften von Kale&Me besonders wichtig?

Dies beginnt zunächst bei den Rohwaren, die qualitativ sehr hochwertig sein müssen, damit wir unsere Säfte in der von uns gewünschten Qualität anbieten können. Außerdem stellt das HPP-Verfahren eines unserer wichtigsten Qualitätsaspekte dar. Da die Säfte nicht erhitzt werden, bleiben alle Vitamine und Nährstoffe erhalten und die Kunden erhalten ein frisches und gesundes Produkt. Die Natürlichkeit ist ein weiterer Punkt, der nicht vernachlässigt werden darf, weil wir ausschließlich den Saft vom Gemüse und Obst verwenden und komplett auf Zusatz- und Konservierungsstoffe verzichten. 

Musst Du dich bei deinen Aufgaben viel mit anderen koordinieren?

Auf jeden Fall! Das ist als Qualitätsmanager auch unabdingbar. Schließlich tragen alle Schritte der Wertschöpfungskette zur Qualität unserer Säfte bei. Da wir bei einer externen Mosterei produzieren, kommuniziere ich regelmäßig mit der dortigen Qualitätsmanagerin und stimme mich mit dieser ab. Dies gilt auch für interne Prozesse bei Kale&Me. Die Koordination mit Tobi, der bei uns den Einkauf macht, ist beispielsweise sehr wichtig. Aber auch mit dem Lager, dem Kundenservice und der Geschäftsführung stimme ich mich ständig ab.

Kannst Du viele Aspekte, die Du in der Ausbildung gelernt hast, auf deinen jetzigen Job anwenden?

Das Reinlichkeitsdenken aus meiner Ausbildung zum Konditor ist für meinen Job bei Kale&Me die beste Basis. Nachdem man mit frischen Zutaten gearbeitet hat, musste es immer pikobello sauber sein – das ist nun auch der Fall. Außerdem kann ich mein erlerntes, theoretisches Wissen aus dem Studium über die Sensorik, das HACCP-Konzept, die Gesetzestexte und die Deklarierungsvorgaben endlich in die Praxis übersetzen.

Was war das für Dich bedeutendste Erlebnis bei Kale&Me?

Da gibt es viele. Mir gefällt vor allem die Abwechslung. Mal arbeite ich im Büro, dann bin ich aber wiederum auch in der Produktion und gelegentlich im Lager. Aber auch Aktionen, wie zum Beispiel das Teamshooting zum zweijährigen Geburtstag von Kale&Me oder das gemeinsame Team-Lunch sind immer wieder schön.

Und last but not least: Welcher ist denn dein Lieblingssaft?

Pamela Pine & Rosy Roots