Vegetarische Ernährung

06.11.18

 

Vegetarische Ernährung - kurzfristiger Trend oder Zukunft?

Wir waren am Wochenende auf der Veganfach in Köln - Europas größter Veganmesse. Diese Woche möchten wir uns deshalb der fleischlosen Ernährung nochmal besonders annehmen. Warum ist der Vegetarismus in den letzten Jahren so groß geworden? Gibt es berechtigte Kritik daran? Und sollte jetzt jeder Mensch vegetarisch leben oder gibt es auch andere Möglichkeiten, etwas Gutes für Tiere und Umwelt zu tun?

 

Vegetarische Ernährung in der zeitlichen Entwicklung

Dass der Vegetarismus sich in den letzten Jahren weit verbreitet hat steht außer Frage, doch seit wann ist das eigentlich so? Besonders in der Nachkriegszeit stieg der Fleischkonsum in Deutschland zunächst stark an. Fleisch war ein hochpreisiges Produkt und diente mitunter als Statussymbol. In den darauffolgenden Jahren sank dann nicht nur der Preis für Fleisch, sondern auch sein Ansehen. Während der 90er Jahre nahm das freiwillige Verzichten dann immer mehr zu. Besonders in den letzten Jahren hat sich dieser Trend noch weiter verstärkt. So ernähren sich mittlerweile ca. 8 Millionen Menschen, also 10% der deutschen Bevölkerung, vegetarisch und 1,3 Millionen Menschen rein pflanzlich.

Gemüse für vegetarische Ernährung

Warum vegetarisch?

Die Nutztiere werden zum Großteil in Massentierhaltung und unter nicht artgerechten Bedingungen aufgezogen, was immer mehr Menschen dazu veranlasst, auf Fleisch weitestgehend zu verzichten oder den Konsum einzuschränken.
Neben dem ethischen Aspekt sind aber in den letzten Jahren auch immer mehr die negativen Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt bekannt geworden. Zum Füttern vieler Nutztiere werden große Mengen an Soja benötigt, für dessen Produktion Urwälder gerodet und somit natürliche Ressourcen zerstört werden. Dadurch steigt der Ausstoß von Treibhausgasen und die Erderwärmung schreitet weiter voran.

Vegetarische Ernährung in der Kritik

Mit zunehmender Verbreitung der vegetarischen Ernährung wurde auch immer mehr Kritik daran geäußert. Beispielsweise wird argumentiert, dass durch den Verzicht auf Fleisch Mängel entstehen können. Nährstoffmängel können allerdings immer dann auftreten, wenn die Ernährung zu einseitig ist und hängen somit nicht zwingend mit dem Vegetarismus zusammen. Natürlich gibt es aber einige Vitamine und Mineralstoffe, die hauptsächlich oder ausschließlich in tierischen Produkten vorliegen, wie zum Beispiel Vitamin B12. Aus diesem Grund sollten gerade Vegetarier oder Veganer regelmäßig ihr Blut untersuchen lassen um sicherzugehen, dass keine Mängel entstehen.

Verzicht auf Fleisch

In-vitro-Fleisch

Seit einiger Zeit wird verstärkt daran gearbeitet, Fleisch auf synthetische Art und Weise herzustellen. Das sogenannte “In-vitro-Fleisch” soll aus tierischen Zellen herangezüchtet werden. Hierdurch könnte zum einen die Umwelt von den negativen Auswirkungen der Fleischproduktion entlastet werden. Zum anderen ist die In-vitro-Variante aus Sicht des Tierschutzes der Massentierhaltung vorzuziehen.

Vegetarische Ernährung - die bessere Ernährung?

Ist die vegetarische Ernährung also prinzipiell einer “normalen” Ernährung vorzuziehen? Grundsätzlich hat der Verzicht auf Fleisch und Fleischprodukte viele positive Auswirkungen. Nicht nur die Umwelt profitiert vom zunehmenden Vegetarismus, auch für die individuelle Gesundheit ist die vegetarische Ernährung von Vorteil. Trotzdem gilt wie bei vielen anderen Lebensmitteln auch hier: Die Dosis macht das Gift. Probiere doch, Deinen Fleischkonsum etwas zu reduzieren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt beispielsweise nicht mehr als 300-600g Fleisch pro Woche zu essen. Das ist nicht nur gut für Deine Gesundheit, sondern auch für die Umwelt. Jährlich könnten beispielsweise ca. 9 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen weniger ausgestoßen werden, wenn jeder Deutsche einmal in der Woche auf Fleisch verzichten würde. Jeder kleine Schritt zählt also! Im Übrigen gibt es mittlerweile ein großes Angebot an pflanzlichen Ersatzprodukten. Tofu, Seitan und Co. können nicht nur vom Nährwert, sondern auch vom Geschmack oft mit Fleisch mithalten. Außerdem ist nicht nur der Fleischkonsum entscheidend, auch andere tierische Produkte haben häufig negative Folgen für die Umwelt. Wie wäre es zum Beispiel mit Hafer- oder Mandelmilch im Kaffee anstatt von Kuhmilch?

 

Wie Du siehst geht es nicht darum, sich “ganz oder gar nicht” vegetarisch zu ernähren. Oft sind es Kleinigkeiten, die einen Unterschied machen. Probiere doch einfach mal ein vegetarisches Gericht aus! Hier findest Du ein Rezept für eine gesunde Buddha-Bowl mit viel Gemüse. Du hast Lust auf etwas Süßes? Zu unserer gesunden Brownie-Variante kommst du hier. Im Laufe der Woche liefern wir Dir noch mehr Inspiration für vegetarische Rezepte.

06.11.18

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