Auf einen Saft mit unserer Wanderexpertin

02.03.18 - von Janina

 

Die Wanderexpertin Sabine

Wer denkt, dass Wandern stumpfes geradeaus gehen ist, der irrt. Die Wanderleiterin Sabine erzählt, wie sich die Bewegung, die Natur und die Entspannung beim Wandern vereinen und welche Auswirkungen es auf den menschlichen Körper hat.

Sabine, Du leitest privat Wanderungen. Wie bist Du dazu gekommen?

Ich arbeite hauptberuflich als Gesundheitsmanagerin in Unternehmen und bin dort unter anderem für den Bereich Gesundheitsförderung zuständig. Das Ziel ist dabei, Mitarbeiter zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren. Bewegung gehört dazu. Ich fahre viel Fahrrad, Jogge und wandere gern. Bin einfach gerne in der Natur und mache Yoga. Daraus entwickelte sich mit der Zeit die Leidenschaft, Gruppen auf ihren Spaziergängen und Wanderungen zu begleiten.

Viele assoziieren Wandern mit stumpfen geradeaus gehen. Da steckt doch noch viel mehr hinter, oder?

Definitiv! Wandern bedeutet erst einmal Bewegung. Dadurch wird der Stoffwechsel angeregt und das Nervensystem entspannt. Außerdem ist Wandern in der Natur ein echtes Erlebnis: Es gibt so viel zu entdecken und bestaunen. Die Wunder der Natur und die Naturgesetze können beim Wandern mit allen Sinnen erlebt werden. Zum Beispiel die Witterungsverhältnisse. Egal, ob die Sonne scheint oder ein Regenschauer kommt, man lernt damit umzugehen, und mit dem zu gehen, was gerade da ist.
Außerdem bietet es die Möglichkeit, zu entschleunigen und den Körper im Hier und Jetzt wahrzunehmen. Das hat etwas Meditatives. Ich kann meine Alltagsgedanken hinter mir lassen und spüren, wie ich mitten im Leben stehe.

Hamburg fastet Wanderleiterin Sabine

Wie kann wandern das Fasten unterstützen?

Unser Körper ist von Natur aus auf Bewegung ausgelegt. Dieses Grundbedürfnis vergessen viele von uns im Alltag. Dabei ist Bewegung für den Stoffwechsel sehr wichtig: Bewegung kurbelt den Kreislauf an und unterstützt die Darmtätigkeit. Außerdem fördert Bewegung das Allgemeinbefinden und macht gute Laune. Fasten ist nicht für jeden einfach. Bewegung und vor allem das Wandern in der Natur ist eine Möglichkeit das Wohlbefinden zu verbessern.

Gibt es eine Wanderung, die dir nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist?

Ich bin schon viele, sehr schöne Wanderrouten gelaufen. Daher gibt es viele Highlights. Als Norddeutsche bin ich viel im Norden zum Beispiel an der Ostsee unterwegs. Vor einigen Jahren habe ich auch das Hüttenwandern in den Bergen für mich entdeckt. Über 7 bis 10 Tage wandere ich dann mit meinem Rucksack von Hütte zu Hütte. Dafür nehme ich nur wenig mit und reduziere mich auf das Wesentliche. Und in diesem Sinne ist diese Wanderform wie eine Saftkur. Beides ist minimalistisch.
Ich merke dabei immer, dass ich viel weniger brauche als gedacht.

Und Abschließend: Welche 5 deutschen Wanderrouten sind Deine Favoriten und absolut sehenswert?

Da kann ich mich gar nicht auf 5 Routen festlegen. Es gibt so viele schöne Wanderwege. Ich persönlich liebe die Wanderwege an der Ostsee. Aber auch in meiner derzeitigen Heimat Hamburg gibt es viele unbekannte Routen, wie zum Beispiel den zweiten Grünen Ring. Ich muss nicht immer weit reisen, um wandern zu gehen. Es lohnt sich in der eigenen Umgebung umzuschauen. Dort gibt es meist mehr zu entdecken, als vermutet. Mithilfe von Wanderkarten und GPS ist es möglich, die grünen Oasen rund um die Heimat ausfindig zu machen.

 

Wandern beim "Hamburg fastet"

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02.03.18

von Janina


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