Der regelmäßige Konsum von Obst und Gemüse wird gemeinhin als wichtiger Bestandteil einer gesunden und vor allem einer ausgeglichenen Ernährung angesehen. Aber was ist das Gesunde am Obst und Gemüse? Wissenschaftliche Untersuchungen haben aufgezeigt, dass neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen insbesondere auch Faserstoffe wichtige Funktionen im Körper haben. Faserstoffe fördern den Erhalt der Leistungsfähigkeit und das generelle Wohlbefinden. Bei Leistungssportlern – auch bereits bei intensivem Freizeitsport – ist der Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln besonders wichtig. Menschen mit sportintensivem Lebensstil, sei dies durch Leistungssport, regelmäßiges Joggen oder den alltäglich Gang in das Fitnesstudio, verbrennen mehr Energie. Dies führt dazu, dass neben einem erhöhten Kalorienbedarf auch ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen entsteht, der gedeckt werden sollte, um das Immunsystem aufrechtzuerhalten und die Regeneration zu fördern. Häufig wird dabei von antioxidativen Nährstoffen gesprochen. Deren Aufgabe ist es, die Produktion von reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen, so genannte freie Radikale, in Schach zu halten. Die Forschungsgruppe um Dr. Manfred Lamprecht an der Universität von Graz in Österreich beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema.

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Die Forschungsergebnisse zeigen auf, dass Entzündungen und Verletzungen im Gewebe durch den Verzehr von antioxidativen Nährstoffen deutlich reduziert werden und die Regeneration signifikant verbessert wird. Dieser Effekt ist, laut Dr. Lamprecht, der Stärkung des Immunsystems zu verdanken.

Bin ich ein Leistungssportler und welchen Bedarf an Nährstoffen habe ich? 

Leistungssport wird weitestgehend als intensives Ausüben einer oder mehrerer Sportarten (z.B. Triathlon) mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung und dem Ausüben von Wettkämpfen bezeichnet. Das unterscheidet den Leistungssportler vom Freizeitsportler, dem es mehr um den Erhalt der Leistungsfähigkeit zur allgemeinen Gesundheitsförderung geht. Während der Freizeitsportler seine Muskeln, Knochen und Bänder und den Stoffwechsel bei bester Gesundheit erhalten möchte, zielt der Leistungssportler auf den kontinuierlichen Aufbau ab. Der Bedarf an Nährstoffen steigt dabei sehr stark an. Oftmals kann der erhöhte Bedarf rein durch die Ernährung nicht abgedeckt werden. Zahlreiche Trainer, Ärzte und Therapeuten empfehlen die Supplementierung in Form von Nahrungsergänzung zusätzlich zu einer gesunden Basisernährung. Hinzu kommt, dass bei einem straffen Trainingsplan die Zeit für eine ausgewogene Ernährung oftmals fehlt. Die ergänzende Zufuhr von Vitaminen und Nährstoffen zur Stärkung des Immunsystems kann über künstliche, synthetische Präparate in Tabletten- oder Pulverform erfolgen, aber auch durch natürliche und biologische Säfte. Gerade Säfte, die reich an Extrakten aus Gemüse sind und einen geringen Anteil an Fruchtzucker haben, sind zu empfehlen. Dabei kommt es nicht auf eine bestimmte Sorte Obst oder Gemüse an, sondern eher auf zielgerichtete Kombinationen. In der Regenerationsphase beispielsweise benötigt der Körper essentielle Aminosäuren, die vom Körper selbst nicht gebildet werden können, sondern aktiv durch die Nahrung zugeführt werden müssen. Zu diesen sogenannten verzweigtkettigen Aminosäuren gehört Valin, Leucin und Isoleucin. Mandeln und Datteln gehören, dank ihrem Proteingehalt, zu den Rockstars unter den Lebensmitteln mit diesen Aminosäuren und sind ein wahres Traumpaar.

Wie sieht es mit einer Saftkur beim Athleten aus?

Die Ergänzung von gesunden Nährstoffen wird insbesondere beim Leistungssportler und ambitionierten Freizeitsportler empfohlen. Doch wie sieht es mit einer Saftkur aus? Liefert eine mehrtägige Saftkur ausreichend Nährstoffe für den Athleten? Während einer Saftkur wird 3 Tage lang keine feste Nahrung zugeführt und der Körper erhält seine Nährstoffe ausschließlich in flüssiger Form. Durch den Verzehr der Säfte werden täglich über 800 Kalorien zugeführt. Der durchschnittliche Kalorienbedarf bei einem Nicht-Sportler liegt zwischen 1800 – 2200 Kalorien und steigt mit dem Umfang an Trainingseinheiten stetig an. Bei einem ambitionierten Freizeitsportler kann der Energiebedarf an einem Trainingstag schnell auf 3000 bis 3500 Kalorien oder sogar noch höher ansteigen. Dieser erhöhte Bedarf kann rein durch eine Saftkur nicht gedeckt werden. Daher wird empfohlen, eine Saftkur nicht in der Hochphase des Trainings oder während intensiver Trainingstage einzulegen. Sinnvoller ist es dagegen, eine Saftkur zur Vorbereitung auf eine intensivere Trainingsphase oder im Nachklang zur Förderung der Regenerationsphase durchzuführen. Empfehlenswert während einer Saftkur sind aerobe Sporteinheiten. Das sind lange, kontinuierliche und wenig belastende Bewegungseinheiten, wie zum Beispiel Joggen bei geringer Intensität oder Schwimmen. Diese ausdauer-lastigen Sporteinheiten zielen eher auf ein Herz-Kreislauf und Stoffwechsel Training ab und erfordern weniger Energie.

FAZIT

Athleten wie auch Freizeitsportler bedürfen einer ergänzenden Nährstoffzufuhr, zusätzlich zur bereits ausgeglichen Ernährung. Ob in Tabletten, Pulver oder in flüssiger Form, sei jedem Sportler freigestellt. Die natürliche Nährstoffzufuhr durch Säfte auf Gemüsebasis und mit geringem Fruchtzuckergehalt ist jedoch in jedem Falle eine Erwägung wert. Menschen mit einer erhöhten Sportaktivität haben einen deutlich höheren Bedarf an gesunden Nährstoffen, um die Leistungsfähigkeit und Regeneration zu unterstützen. Gerade zur Vorbereitung oder im Nachklang einer intensiveren Trainingsphase kann eine Saftkur sehr fördernd wirken. Während einer sportintensiven Trainingsphase sollte jedoch von einer reinen Saft-Ernährung abgesehen werden, da der tägliche Energiebedarf deutlich erhöht ist. Wissenschaftliche Belege für eine Leistungssteigerung durch eine Saftkur gibt es noch nicht, Forschungsgruppen wie die um Prof. Lamprecht beschreiben jedoch wiederholt die Wichtigkeit einer ausreichenden Zufuhr von z.B. antioxidativen Substanzen. Auch hier gilt es, bevorzugt Kombinationen von antioxidativen Lebensmitteln zu verwenden. Probiere doch mal einen Saft aus Ananas, Apfel und Gurke, abgeschmeckt mit Zitrone und Minze als Frühstück an einem Trainingstag. Dein Körper wird sich freuen!

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