Saft Wissen Kompakt: HPP Verfahren

08.11.17 - von Janina

 

HPP-Verfahren

In der Lebensmittelindustrie gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um Produkte haltbar zu machen. Eines der schonendsten Haltbarkeitsverfahren ist das High-Pressure-Processing. Das HPP-Verfahren - wie das High-Pressure-Processing auch genannt wird - tötet mit Druck sämtliche Keime und Bakterien und kann gleichzeitig Vitamine und Nährstoffe erhalten.

 

Durchführung

Unsere Säfte werden nach dem Press- und Mischvorgang zunächst abgefüllt und verschlossen, bevor sie mit dem High-Pressure-Processing (HPP-Verfahren) behandelt werden. Hierfür werden die Flaschen in einen Produktionskorb gelegt, der anschließend in eine Druckkammer gefahren wird. Die Druckkammer wird mit Wasser gefüllt und ein Druck von ca. 6.000 bar (das ist ungefähr fünfmal so viel, wie am tiefsten Punkt des Meeres) wird aufgebracht. Das Wasser dient dabei als Drucküberträger und überträgt diesen über die Flaschen direkt an unsere Säfte. Druck hat den Vorteil, dass sämtliche Bakterien und Keime abgetötet werden und gleichzeitig Vitamine und Nährstoffe geschont werden.

Infografik HPP-Verfahren

Dauer

Das HPP-Verfahren kann an verschiedenen Lebensmitteln angewendet werden. Abhängig davon lassen sich unterschiedliche Parameter des HPP-Verfahrens variabel einstellen, wie z.B. der Druck oder die Zeit. Unsere Säfte werden unter einem Druck von 6.000 bar behandelt. Jeder Produktionskorb, der in die Druckkammer geschoben wird, benötigt in etwa 6 Minuten. Allerdings passen relativ wenig Flaschen in einen Produktionskorb. Daher dauert es mehrere Stunden, bis alle Flaschen eines Produktionstages, mit dem HPP-Verfahren behandelt werden.

Ziel und Vorteile

High-Pressure-Processing, Ultrahochdruck-Behandlung, Hochdruck-Pasteurisation - das HPP-Verfahren ist genauso vielseitig einsetzbar, wie seine verschiedenen Bezeichnungen. Grundlegend verfolgt das High-Pressure-Processing das gleiche Hauptziel, wie andere Haltbarkeitsverfahren: die einwandfreie Haltbarkeit von Lebensmitteln über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten. Bei vielen Haltbarkeitsverfahren wird Hitze angewendet, um unerwünschte Verderbniserreger wie z.B. Bakterien oder Keime abzutöten. Dies hat jedoch den Nebeneffekt, dass vor allem die hitzeempfindlichen Vitamine und Nährstoffe der Lebensmittel inaktiviert werden. Das HPP-Verfahren setzt auf die natürliche Größe Druck. Druck hat den Vorteil, dass er sämtliche Keime und Bakterien abtötet, aber keine negativen Auswirkungen auf die wertvollen Vitamine und Nährstoffe hat. Somit können mit dem HPP-Verfahren Produkte so haltbar gemacht werden, dass sie nach der Behandlung mehr Vitamine und Nährstoffe enthalten, als vergleichsweise pasteurisierte Produkte. Außerdem werden die sensorischen Eigenschaften - das bedeutet der Geschmack und die Konsistenz - dabei nicht verändert. Unsere Säfte bieten euch also den vollen Geschmack aus Obst und Gemüse!

Plastik

Damit wir die Haltbarkeit unserer Säfte über einen längeren Zeitraum gewährleisten können, wenden wir bei dem HPP-Verfahren einen Druck von bis zu 6.000 bar an. Um die Lebensmittelsicherheit unserer Produkte garantieren zu können, haben wir uns bewusst für Plastikflaschen als Verpackungsmaterial entschieden. Plastik ist der optimale Drucküberträger im HPP-Verfahren. Die Verwendung von Glasflaschen ist beim HPP-Verfahren nicht möglich. Das Glas würde den Druck nicht ausreichend auf das Produkt übertragen, sodass potenzielle Verderbniserreger trotz des HPP-Verfahrens weiterhin im Produkt enthalten wären. Die größere Gefahr von Glasflaschen liegt allerdings darin, dass Glas dem hohen Druck nicht standhalten und zerspringen würde. In beiden Fällen würde also ein unsicheres Lebensmittel entstehen, welches ein Risiko für den Verbraucher darstellt. Mit Plastik hingegen kann dies nicht passieren, da es dem Druck standhält und ihn zudem auf das Produkt überträgt. Somit können wir Euch mit unseren Säften in den Plastikflaschen ein Produkt anbieten, dass nicht nur lange haltbar ist sondern zudem den Vorgaben der Lebensmittelsicherheit entspricht.

08.11.17

von Janina


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