Gesunde Ernährung nach der Saftkur - Interview mit Dr. Andreas Pauly

01.04.20 - von Lena

 

Viele Menschen nutzen die Fastenzeit, um auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten und sich von alten Gewohnheiten zu befreien. Auch eine Saftkur kann dafür ein guter Einstieg sein. Doch wie stellt man die Ernährung nach der Saftkur erfolgreich um und worauf sollte man dabei achten? Wir haben mit dem Hamburger Ernährungsmediziner Dr. Andreas Pauly gesprochen und ihn unter anderem nach “guten” Fetten, Zucker und der richtigen Ernährung je nach Tageszeit gefragt!

Was brauchen wir für eine ausgewogene Ernährung?

Wir brauchen vor allem frische, unverarbeitete Lebensmittel. Wichtig ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und guten pflanzlichen Ölen, dazu Eiweiß aus Hülsenfrüchten, Saaten und Nüssen, oder auch tierisches Eiweiß aus Eiern, Milchprodukten, Fisch und magerem Fleisch.

Wie sollte man sich morgens, mittags und abends jeweils ernähren? Gibt es bestimmte Nährstoffe, die je nach Tageszeit besonders wichtig sind?

Ich empfehle 2 oder 3 Mahlzeiten regelmäßig täglich einzunehmen, sich dabei satt zu essen und nach Möglichkeit auf Zwischenmahlzeiten zu verzichten. Es gibt keine Hinweise, dass bestimmte Nährstoffe zu verschiedenen Tageszeiten benötigt werden. Wichtig ist es immer ausreichend zu trinken, 2 bis 3 Liter täglich, hauptsächlich Wasser, Kräuter- oder Früchtetees. Vorsicht ist geboten ist bei zuckerhaltigen Limonaden, Cola und Energy-Drinks.

Viele Menschen haben Angst vor Kohlenhydraten - welche Art würdest Du empfehlen und warum sind sie wichtig für den Körper?

Die Angst vor zu viel Kohlenhydraten ist durchaus berechtigt, denn wir nehmen viel zu viel Zucker und Weißmehl zu uns. Besser sind Kohlenhydrate aus Gemüse und Vollkornprodukten, weil diese Nahrungsmittel auch Ballaststoffe enthalten und den Blutzucker nicht so schnell ansteigen lassen.

Welche Öle würdest Du für eine gesunde, ausgewogene Ernährung empfehlen und welche weniger?

Ich empfehle immer gute pflanzliche Bio-Öle, die auch die Omega-3-Fettsäure, Alpha-Linolensäure enthalten, wie zum Beispiel Leinöl, Rapsöl und Walnussöl. Omega-3-Fettsäuren sind für die Gesundheit besonders wichtig, weil sie entzündungshemmend wirken. Sie haben positive Auswirkungen auf die Durchblutung, den Blutdruck, die Blutfettwerte und die Elastizität der Gefäße, was vor allem vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt.

Welche Zucker-Alternativen sind zum Süßen gut geeignet?

Für Desserts verwende ich gern Stevia, das aus dem südamerikanischen „Süßkraut“ gewonnen wird, eine vielfach stärkere Süßkraft als Zucker und keine Kalorien hat. Stevia hat allerdingst einen leicht bitteren Geschmack, passt daher nicht zu allem. Ein anderer guter Zuckerersatz ist Erythrit, ein Zuckeralkohol, der sich verarbeitet wie Zucker, aber keine Kalorien hat. Manchmal verwende ich auch Agavendicksaft, er hat eine angenehme Süße und beeinflusst den Blutzucker wenig, weil er vor allem Fruktose enthält, hat aber kaum weniger Kalorien als Haushaltszucker.

 

Dr. Andreas Pauly Ernährungsmediziner

Dr. Andreas Pauly ist bekannter Ernährungsmediziner in Hamburg. Als Freund und Band-Doktor von Udo Lindenberg und dem Panikorchester gibt er in seinem Buch "Doc Paulys Power Plan" spannende Einblicke in die Ernährungsweise von Rocklegenden. Außerdem vermittelt er nicht nur wichtiges Ernährungswissen, sondern zeigt auch wie einfach und lecker eine gesunde Ernährung sein kann.

 

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01.04.20

von Lena


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Ernährung

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