Laras Transformationsgeschichte

15.04.21 - von Antonie

 

Lara Seibert ist Schauspielerin, Model, Tänzerin und jetzt Hauptdarstellerin im ersten TV-Spot von Kale&Me. Eine Frau mit vielen Talenten und einer bewegten Vita. Wir haben mit der Hamburgerin über die Schauspielbranche, Schönheitsideale und Selbstverantwortung gesprochen.

Lara, erzähl doch mal von Dir.

"Ich heiße Lara, bin 28 Jahre alt und bin gebürtige Hamburgerin. In Hamburg habe ich 2019 auch meine Bühnendarsteller-Ausbildung abgeschlossen. Seitdem arbeite ich primär als Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin und Model. "

Künstlerin also durch und durch. War das schon immer Dein Plan?

"Ich habe früh mit dem Tanzen angefangen - meine Mutter hatte mich als Kind zum Ballett geschleppt. Ich habe auch schon als junges Mädchen Songs mit meinem Vater geschrieben, der macht selber Musik. Meine Eltern aber machen sonst gar nichts im künstlerischen Bereich. Wenn sie ihren Träumen nachgegangen wären, wäre es wohl anders, dann wären sie mit Sicherheit auch Künstler geworden. Ein wenig lebe ich jetzt den Traum meiner Eltern, das macht mich stolz.

Tatsächlich aber habe ich lange gebraucht, mich für eine künstlerische Laufbahn zu entscheiden. Das hatte verschiedene Gründe. Nach dem Abitur war der Plan eigentlich Jura zu studieren…"

Warum hast Du Dich gegen Jura und für Schauspiel entschieden? Wie hat Deine persönliche Transformationsgeschichte begonnen?

"Das war ein ziemlich langer und anstrengender Prozess. Bei mir gab es zwei ausschlaggebende Ereignisse, die mein Leben entscheidend verändert haben. Ich war immer ein Vorzeigekind, habe Klavier gespielt, Ballet getanzt und war richtig gut in der Schule. Dann ist mein Cousin gestorben. Das war der Moment, als ich das erste Mal bewusst über mein Leben nachgedacht habe. Plötzlich hatte ich den Gedanken, auch ich könnte morgen tot sein. Und ich fragte mich: Möchtest du so leben, wie du es aktuell tust? Und da wurde mir klar, dass ich anders leben wollte. Ich spürte, dass Jura nicht das Richtige für mich ist. Ich hatte damals schon davon geträumt, Schauspielerin zu werden. Früher aber war ich noch nicht mutig genug, diesen Traum tatsächlich zu leben. Es war letztendlich mein damaliger Freund, der mich immer wieder pushte. Aber erst, nachdem wir uns getrennt hatten, war mir klar, dass ich jetzt mein Ding machen muss. Dass ich an mich selber glauben muss. Dass nur ich die Verantwortung für mein Leben trage - und niemand anderes."

Kannst Du drei Dinge nennen, die Dich bei deiner persönlichen Transformationsgeschichte unterstützt haben?

"An erster Stelle möchte ich meine Freunde nennen, die mich immer unterstützen. Als zweites ein Buch: “Königin und Samurai”. Da geht es um das Beziehungsthema im 21. Jahrhundert. Wenn wir mehr danach leben würden, wären wir alle glücklicher (lacht). Und dann ist da drittens noch mein starker Wille. Das klingt vielleicht etwas merkwürdig, aber mein Wille ist mein innerer Antreiber. Hinter meinem Willen steckt der Glaube, dass ich alles schaffen kann."

Was waren die größten Schwierigkeiten während Deiner Transformationsgeschichte?

"Die größte Hürde ist bis heute das Finanzielle. Kommt man mit seinem Geld über die Runden? Diese permanente Ungewissheit ist schon ziemlich belastend. Aber das kennen alle Selbstständigen. Ein weiteres Thema, das mich bis heute beschäftigt: Der Schlankheitswahn. Auch für mich war das in meiner Jugend ein Thema. Es ist ein so fragwürdiges Ideal, dem man hinterher eifert. Heute habe ich verstanden, dass es einfach darum geht, gesund zu sein. Das Aussehen ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, dass ich mich in meiner Haut wohlfühle. Ich faste auch gerne und finde es cool, wenn es nicht nur darum geht, etwas Optisches zu erreichen, sondern wenn man fastet, um sich innerlich wohlzufühlen."

Was bedeutet Wohlfühlen für Dich?

"Das ist für mich ein warmes Gefühl. Wohlfühlen bedeutet für mich innere Ruhe. Wohlfühlen ist auch ein Gefühl, dass man bei sich ist, sich nicht verstellen muss."

Fühlst Du Dich heute wohl in deinem Körper?

"Ich bin auf dem Weg dahin. Es gibt natürlich auch Tage, da fühlt man sich nicht so wohl. Aber das ist auch okay und gehört zum Prozess. Für mich war das ein langer Weg, meinen Körper so anzunehmen, wie er ist. Ich bin von Natur aus nicht so zierlich gebaut wie andere Frauen. Heute weiß ich, Schönheit kommt von innen. Schönheit hat extrem viel mit Ausstrahlung zu tun. Jeder sollte sich so annehmen, wie er ist, und sich von keinem Schönheitsideal etwas diktieren lassen."

Was würdest Du anderen raten, damit sie sich wohler in ihrem Körper fühlen?

"Ganz einfach: Überleg dir, ob der Preis den du zahlst, ob der das wert ist. Man muss einfach lernen, sich anzunehmen, wie man ist. Es gibt auch nicht den idealen Körper. Wer sagt denn, was schön ist? Man darf sich nicht zu stark an Trends orientieren. Die sind sowieso immer nur Momentaufnahmen."

Zum Schluss: Was möchtest Du unseren Lesern noch mit auf den Weg geben?

"Meine wichtigste Botschaft: Gib niemals auf. Wenn du mit dem nicht zufrieden bist, wo du jetzt bist, dann mach solange weiter, bis du angekommen bist. Das Leben ist kurz. Macht euch das bewusst. Seid mutig und glaubt an Euch! “Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Sondern es bedeutet, es trotzdem zu machen” - danach lebe ich jetzt."

 

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15.04.21

von Antonie


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