Sojamilch, Hafermilch und Co.: Welches ist die beste pflanzliche Milchalternative?

29.07.20 - von Lena

 

Von Hafer- bis Cashewdrinks - in den letzten Jahren hat sich die Auswahl pflanzlicher Milchalternativen stark vergrößert. Doch welches ist eigentlich die beste - sowohl für unsere Gesundheit als auch für die Umwelt?

Warum überhaupt pflanzliche Milch?

Pflanzendrinks werden aus Getreide, Nüssen oder Bohnen hergestellt und können herkömmliche Kuhmilch ersetzen. Damit bilden sie zum einen aus ethischer Sicht eine gute Alternative: Der wirtschaftliche Druck in der Milchindustrie ist meist nicht mit einer hohen Lebensqualität der Milchkühe vereinbar. In vielen Fällen bedeutet das eine starke Überzüchtung und Massentierhaltung der Milchkühe sowie eine Trennung von ihren Kälbern. Zum anderen ist auch die gesundheitliche Wirkung von Milch aufgrund der hormonellen Belastung umstritten. Auch der ökologische Aspekt ist nicht zu vernachlässigen: Alleine bei der Herstellung von einem Liter Milch entstehen so viele Treibhausgase, wie bei dem Verbrennen von einem Liter Benzin. Hinzu kommen die Emissionen für die Milchverarbeitung, den Transport, die Lagerung etc.

Unter anderem diese Faktoren haben dafür gesorgt, dass in den letzten Jahren zunehmend an Alternativen für Kuhmilch gearbeitet wurde. Wir möchten Dir die bekanntesten Pflanzendrinks mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen.

Sojamilch

Sojamilch Vorteile und Nachteile

Sojamilch bzw. “Sojadrinks” sind der Klassiker unter pflanzlichen Milchalternativen. Ihr Ruf hat sich in den letzten Jahren etwas verschlechtert, zum Teil zu unrecht: Bei den Hormonen, die in Soja enthalten sind, handelt es sich um sogenannte Phytoöstrogene (sekundäre Pflanzenstoffe). Diese können nicht mit dem menschlichen Östrogen gleichgesetzt werden, da sie lediglich ca. 0,1% der Wirkung von Östrogen erzielen. Neben den Hormonen wird häufig der Anbau von Soja kritisiert. Es stimmt, dass viel Soja in Regenwaldgebieten angebaut wird - dieser wird jedoch hauptsächlich für die Tierfutterproduktion verwendet. Für Sojamilch wird größtenteils europäischer Soja herangezogen - das kann ganz einfach auf der Verpackung nachgesehen werden. Sojamilch ist eine proteinreiche Alternative zu Kuhmilch und in den unterschiedlichsten Ausführungen - zum Beispiel angereichert mit weiteren Nährstoffen - erhältlich.

Hafermilch

Hafermilch ist die wohl nachhaltigste Milchalternative. Hafer wird regional angebaut und kann somit auch aus Deutschland (alternativ aus anderen europäischen Ländern) bezogen werden. Der Nachteil an Hafermilch ist der niedrige Eiweißanteil verglichen mit Kuh- oder Sojamilch und die Umwandlung von Getreidestärke zu Zucker in der Herstellung. Dadurch schmeckt Hafermilch zwar angenehm süß, lässt jedoch den Blutzuckerspiegel auch schneller ansteigen. Ein großer Vorteil an Hafermilch ist jedoch die einfache Herstellung: Aus 100g Haferflocken und 1L Wasser lässt sich ganz einfach Hafermilch selber machen. Dazu einfach die Haferflocken in dem Wasser aufquellen lassen, pürieren und anschließend durch ein feines Sieb drücken. Auf diese Weise bleiben die Nährstoffe in der Hafermilch besser erhalten als in der industriell hergestellten Variante, da auf das Erhitzen verzichtet werden kann.

Hafermilch Vorteile und Nachteile

Mandelmilch

Eine weitere bekannte Milchalternative ist Mandelmilch. Je nach Herkunft benötigen Mandeln im Anbau viel Wasser und sind somit oft nicht die nachhaltigste Wahl. Ein Vorteil von Mandeldrinks ist jedoch der nussige Geschmack, der oft beliebter ist als der von beispielsweise Sojadrinks. Außerdem ist Mandelmilch eine glutenfreie Alternative zu anderen Pflanzendrinks. Kennst Du eigentlich schon unseren Mandeldrink mit Erdbeeren?

Zusätze in Pflanzendrinks

Viele Milchalternativen enthalten die unterschiedlichsten Zusätze. Dabei ist es wichtig, zwischen klassischen Zusatzstoffen oder Zucker und gesundheitsförderlichen Nährstoffen zu unterscheiden. Ein klassischer Zusatz in pflanzlicher Milch ist beispielsweise die Meeresrotalge Lithothamnium calcareum. Diese ergänzt die Milchalternative mit gut für den Körper verfügbarem Calcium und ist somit eine sinnvolle Zutat. Auch Omega-3-Fettsäuren oder Vitamin B12 werden häufig zugesetzt und können bei einer pflanzlichen Ernährung helfen, den Bedarf an wichtigen Nährstoffen noch leichter zu decken. Unser Tipp: Achte beim Kauf von verarbeiteten Lebensmitteln - so auch Milchalternativen - immer auf die Zutatenliste. In der Regel gilt: je kürzer, desto besser. Zucker, Sonnenblumenöl oder künstliche Zusätze können so vermieden werden - es gibt ausreichend Auswahl an Milchalternativen mit “guten” Zutaten.

Die perfekte pflanzliche Milchalternative…

… gibt es nicht. Sowohl die oben genannten Pflanzendrinks, als auch weitere Alternativen haben jeweils ihre Vor- und Nachteile. Welches die Richtige für Dich ist, hängt sowohl von Deinem persönlichen Geschmack, als auch vom Verwendungszweck und Deinen Prioritäten ab.

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    BERRY AMY ENTDECKEN    

29.07.20

von Lena


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Ernährung

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