Der Säure-Basen-Haushalt des Körpers

26.07.18 - von Janina

 

Unser Körper ist ein wahres Wunder und arbeitet jeden Tag daran, den pH-Wert unseres Blutes in einem Gleichgewicht zu halten. Mit seinem Säure-Basen-Haushalt ist es unserem Körper möglich, einen zu hohen und zu niedrigen pH-Wert kurzzeitig auszugleichen. Was passiert aber, wenn der Körper übersäuert und was kann man dagegen tun? Wir haben Antworten für Euch!

 

Gemüsestand

Unser Körper mag es neutral

Säuren und Basen - das sind nicht nur die beiden Seiten einer pH-Skala sondern auch Teil unseres Körpers. Er verfügt über verschiedene Regulationsmechanismen, die den Säure-Basen-Haushalt bilden. Zu diesen Regulationsmechanismen, welche auch Puffersysteme genannt werden, zählen zum Beispiel die Atmung, die Verdauung, unsere Haut sowie die Nieren. Diese Mechanismen sorgen dafür, dass der pH-Wert unseres Blutes in einem bestimmten Grenzbereich liegt - das bedeutet sie versuchen die Säuren und Basen in einem Gleichgewicht zu halten. Das Blut hat in diesem gesunden Zustand einen neutralen bis leicht basischen pH-Wert zwischen 7,36 und 7,44.

Wenn der Körper sagt: “Ich bin sauer!”

Das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen kann durch unterschiedliche Einflüsse aus der Balance gebracht werden. Dies zeigt sich in einem Anstieg oder einem Absinken des pH-Wertes. Das Blut wird in diesem Fall entweder basisch (pH-Wert > 7,45) oder sauer (pH-Wert < 7,35).

Eine Übersäuerung - die in der Medizin Azidose genannt wird - ist häufig eine Folge der falschen Ernährung, des Konsums von Alkohol und Nikotin, von Stress oder mangelnder Bewegung. Eine Übersäuerung kann sich durch Müdigkeit, Energielosigkeit und einer hohen Infektanfälligkeit bemerkbar machen. Es ist außerdem bekannt, dass Azidose-Patienten Veränderung im Blutdruck, der Magendarmtätigkeit aber auch in Haut und Haar aufweisen können. Dieses sind jedoch sehr allgemeine Symptome, die nicht grundlegend auf eine Übersäuerung zurückzuführen sind. Aufschluss über Veränderungen des pH-Wertes geben Blut- oder Urintests, die vom Hausarzt durchgeführt werden können.

Von basenüberschüssiger Ernährung und Bewegung

Über einen kurzen Zeitraum ist es dem Körper über die Puffersysteme möglich, einen sauren pH-Wert auszugleichen. Mit der richtigen Lebens- und Ernährungsweise könnt Ihr jedoch eine Übersäuerung vorbeugen!

Eine Möglichkeit stellt eine Ernährungsumstellung dar. Bei der Verstoffwechselung von Lebensmitteln in unserem Körper entstehen unterschiedliche Abbauprodukte. Dabei werden basenbildende, säurebildende und neutrale Lebensmittel unterschieden (siehe Tabelle). Bei deren Verwertung entstehen - wie aus den Namen hervorgeht - entweder Basen, Säuren oder keine nennenswerten Stoffwechselprodukte, welche einen Einfluss auf den pH-Wert haben. Bei einer Übersäuerung bzw. der Vorbeugung einer Übersäuerung empfiehlt sich eine sogenannte basenüberschüssige Ernährung. Diese sollte sich aus 80% basenbildenden und 20% säurebildenden Lebensmitteln zusammensetzen. Neutrale Lebensmittel sind davon ausgenommen, sollten jedoch in Abhängigkeit von ihren Inhaltsstoffen zum Teil in einem moderaten Maße verzehrt werden (z.B. Nüsse wegen des hohen Fettgehaltes).

Übersicht ausgewählter säurebildender, neutraler und basenbildender Lebensmittel

säurebildende Lebensmittelneutrale Lebensmittelbasenbildende Lebensmittel
  • Alkohol
  • Eier
  • Fisch
  • Fleisch- und Wurstwaren
  • Käse
  • Nudeln
  • Reis
  • Weißmehlprodukte (z.B. Weißbrot)
  • Dinkelbrot
  • Joghurt
  • Kerne
  • Milch
  • Nüsse
  • Pflanzliche Fette und Öle
  • Wasser ohne Kohlensäure
  • Essig
  • Gemüse
  • Kartoffeln
  • Kräutertee
  • Obst

Darüber hinaus kann die Vermeidung von Stress einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung einer Übersäuerung beitragen. Außerdem ist auch Bewegung eine sehr gute Option: Während der sportlichen Betätigung werden einerseits Säuren über den Schweiß und andererseits Kohlenstoff über die Lungen abgegeben - zwei Stoffe, die zur Übersäuerung beitragen können. Wie wäre es beispielsweise mit einem Spaziergang in der Mittagspause oder einer kleinen Joggingrunde vor dem Sonntagsfrühstück?

26.07.18

von Janina


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